|
|
|
|
|
|
|
Monatslosung Mai 2012 „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.." 1. Timotheus, Kapitel 4, Vers 4
Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
Dieses Wort atmet Freiheit und macht Lust auf Leben. Paulus schrieb dieses Wort an Timotheus in Ephesus. Timotheus arbeitete als Seelsorger in der Gemeinde - und ein Seelsorger muss zuerst einmal selbst gesund sein, bevor er Verantwortung für andere übernehmen kann. Gesund sein heisst in diesem Zusammenhang vor allem, eine gesunde Lehre zu haben. Diese war damals in Ephesus leider nicht bei allen Gemeindeleitern vorhanden. Manche wichen von der gesunden christlichen Wahrheit ab und beschäftigten sich mit religiösen Legenden, die durch und durch vom Heidentum bestimmt waren. Diese Lehren waren unergiebig und hatten nur fruchtlose Streitereien zur Folge. So verbaten mache dieser Lehren zu heiraten oder bestimmte Speisen zu sich zu nehmen. Aber alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird. So ist auch die Ehe von Gott zum Wohl der Menschen gestiftet. Und auch alle Speisen sollen dem Menschen dienen. Denn durch das Wort Gottes und das Gebet wird alles rein - nichts kann uns da von Gott trennen. Wird man von den heidnischen Vorschriften und Einschränkungen frei, dann gewinnt das Leben Raum, das durch Gott geschenkt ist. Eine zentrale christliche Wahrheit, die uns gesund macht, ist das Wissen, dass wir von uns aus nichts machen können, um vor Gott gerecht zu sein. Es ist unmöglich. Aber das Evangelium ist, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist. Bei Gott ist nichts unmöglich. Amen. Gott ist Spezialist für unmögliche Fälle. Und so hat er uns seinen lieben Sohn Jesus gesandt, um uns eine Brücke zum Vater zu schlagen. Unter dem Kreuz und durch Jesu Blut werden wir gerecht vor Gott. So wird das Unmögliche möglich. Aber das versteht man nicht durch die sichtbare Welt, nicht durch die Welt der Gedanken und auch nicht durch die Welt der Ideen, sondern alleine durch die Welt des Glaubens. „Es ist aber der Glaube eine fest Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.", sagt Hebräer, Kapitel 11, Vers 1. Wer sich auf diese Welt des Glaubens nicht einlässt, dem bleibt die unerhörte Grossartigkeit des Kreuzes verborgen. Aber wer sich ganz auf Jesus gründet, dem eröffnet sich eine wundervolle Freiheit im Leben. Vor diesem Hintergrund verstehen wir den Monatsspruch aus dem Brief des Paulus an Timotheus. Es geht um eine gesunde Lehre. In der Betrachtung des Monatsspruchs wollen wir aber auch den zweiten Teilsatz dieses Bibelwortes nicht vernachlässigen: „Nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird." Wenn ein Mensch dankt, dann kann das positiv und sinnstiftend sein, selbst wenn sich das nur in seiner eigenen Welt der Gedanken abspielt. Kommt aber die Welt des Glaubens hinzu - werden also Gott, der Vater, Jesus, sein Sohn und der Heilige Geist zur Adresse des Dankens - dann potenziert sich der Effekt um ein vielfaches. Denn der dreieinige Gott segnet den dankenden Menschen. Und in diesem Segen reisst uns der Herr neue Horizonte auf. Das atmet Freiheit und macht Lust auf Leben
Rüdiger Marmulla
|
|
|
|
|
|